Interview mit Sebastian Priggemeier von Fit trotz Family

 
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1. Du betreibst einen Vaterblog. Wie ist die Idee 'Fit trotz Family' entstanden?

Als ich vor drei Jahren Vater geworden bin, hat mich eine Erkenntnis echt geschockt: Plötzlich hatte ich kaum noch Zeit für Sport. Jeder Tag war auf einmal von morgens bis abends mit Baby-Action vollgepackt. Windeln wechseln, Essen vorbereiten, Kind füttern - und um 19 Uhr todmüde auf dem Sofa einschlafen... Wir waren unheimlich viel in der Wohnung, kaum draußen. Dabei bin ich jemand, der regelmäßig Bewegung braucht. Ich habe schon immer viel Sport gemacht, im Fitnessstudio oder eine Runde Jogging im Park. Das war plötzlich kaum noch drin und anderen Kumpels ging es genauso. Also habe ich mir vorgenommen, Lösungen für das Problem zu finden, damit auch Eltern fit bleiben - 'Fit trotz Family' eben. Als Sportwissenschaftler und Fitness-Coach habe ich das nötige Hintergrundwissen und die richtigen Kontakte dafür.

2. Als Kind wollten wir alle Astronaut, Arzt oder Pilot werden. Welches war Dein Traumberuf als Du Kind warst?
Ich wollte tatsächlich auch Arzt werden. Das beweisen meine handschriftlichen Kritzel-Einträge in diverse Freundschaftsbücher, die wir vor knapp 30 Jahren in der Schule herumgereicht haben. Hat aber nicht ganz gereicht zur Medizin-Karriere, ich bin jetzt als Online-Redakteur bei RTL aktiv. Das ist nicht ganz so blutig.

3. Hast Du ein Lebensmotto, das Dich begleitet?
Als Wahl-Kölner würde ich sagen: Et kütt wie et kütt.

4. Das Leben ist voller wichtiger Entscheidungen: Glühwein oder Feuerzangenbowle?
Glühwein!

5. Passend zum Thema Family Heroes: Wenn Du Dir eine Superkraft aussuchen könntest, welche wäre das und warum?
Ich hätte gerne die Fähigkeit, in die Vergangenheit oder in die Zukunft zu reisen. Das stelle ich mir ziemlich spannend vor. Die 'Zurück in die Zukunft'-Filme haben mich da wohl geprägt.

6. Eine gute Organisation ist in einer Familie wichtig: Wie sieht die erste Stunde Deines Tages aus? Gibt es ein festes Morgenritual bei Euch?
Um noch etwas Zeit für mich zu haben, stelle ich mir den Wecker meistens auf 5 Uhr. Dann gehe ich zuallererst in die Küche, mache mir einen Cappuccino. Mit dem Kaffee wechsle ich ins Wohnzimmer und lese ein bisschen. Manchmal ziehe ich auch ein schnelles 20-Minuten-Workout oder eine neue Dad-Challenge durch. Ein paar Beispiele gibt es auf fit-trotz-family.de. Sport muss bei meinem Tagesprogramm kurz, knackig und effektiv sein. Gegen 6 Uhr wacht meine Tochter wacht dann oft auf und kommt wackelt zu mir ins Wohnzimmer. Wir quatschen und kuscheln ein bisschen auf dem Sofa, bevor der tägliche Familien-Wahnsinn wieder losgeht.

7. Hast Du einen Geheimtipp. um trotz Familie und Beruf, Zeit und Motivation für den Sport zu finden?

Ich bin ein absoluter Morgenmensch und versuche immer in den frühen Morgenstunden Sport zu treiben. Dann schlafen meine Frau und meine Tochter noch - das heißt, ich fehle ihnen nicht im Alltag. Das ist mir auch sehr wichtig. Am Wochenende fahre ich auch ganz früh morgens ins Fitnessstudio. Ich trainiere nur in Studios, die 24 Stunden geöffnet haben, weil ich als Vater einfach diese Flexibilität brauche. Das ist auch ein guter Tipp, finde ich: Flexibel bleiben, am besten in allen Situationen.

Hier ein Link zu seinem Blog: Fit trotz family